time to say goodbye :(

Sonntag, 14.09.2014

Liebe Blog Leser,

Eine Woche bin ich jetzt an der Uni in Kalkutta. Es geht mir wirklich gut hier, der Campus ist riesig (10km um ihn einmal zu umrunden) und wunderschön! Wir haben sieben eigene Seen (von meinem Balkon aus habe ich einen traumhaften Ausblick). Zudem gibt es ein Gym, Basketball-, Fußball-Plätze, einen Swimmingpool und und und. Das Mensa Essen ist eher bescheiden und mir graut vor den nächsten Monaten... Aber zumindest nicht scharf ist das meiste;)

Die Leute, mit denen ich hier meine Zeit verbringe, sind auch total cool drauf. Wir sind 60 Austauschstudenten und davon sind 18 Mädels. Die meisten kommen aus Frankreich und Belgien. Aus Deutschland sind es nur Jungs.. Deshalb fällt es mir noch ein bisschen schwer mich in irgendeine "Clique" zu integrieren(die meisten kannten sich halt auch schon vorher) aber das wird schon noch :)

Unglaublich viele Eindrücke prasseln auf mich ein, ich hab das Gefühl mit dem Verarbeiten niemals hinterher kommen zu können. Es ist einfach alles anders als daheim. Aber genau das wollte ich ja, meine Komfortzone verlassen. Ich bin gespannt was die nächsten Monate für mich bereit halten und wie krass die Kurse werden. (Die meisten müssen nur vier Fächer hören, aber die Uni Mannheim will natürlich sechs -.-) In der ersten Woche liefen schon die ersten Parties, ich war im Gym, im Pool, und und und.

Am Wochenende haben wir einen Ausflug gemacht, zwei Jungs aus Deutschland und ich. Wir waren in Sajnakhali und haben ein Tiger Reservat besucht. Überall Mangroven Bäume und wir sind mit dem Boot dran vorbei geschippert. Es war echt schön (leider haben wir keinen Tiger gesehen) und das drum rum (reisen, Unterkunft, essen) war wirklich ein Abenteuer!Jetzt bin ich wieder an der Uni und bereite mich für die zweite Woche Uni vor. Vielleicht lese ich mal unsere Hausaufgaben durch... Oder ich schau, ob die nächste party am laufen ist :D

Jedenfalls muss ich euch leider sagen, dass das mit dem Blog nebenher ein bisschen zu stressig wird. Ich hab wirklich mühe mir die Zeit immer zu nehmen und möchte den Blog eig nicht als zeitliche Belastung empfinden und dann ungern schreiben. Deshalb werd ich ihn hier nun beenden. Jeder, der wissen will wie es mir geht, wird offiziell verpflichtet mir auf Facebook zu schreiben. Ich freu mich auch immer von euch zu hören, was so in Deutschland passiert, wie es euch geht. Ich hab mich sehr gefreut, dass es doch einige von euch interessiert hat, was mir so passiert :D Wir sehen uns am 16. Dezember!

Tag 43-45 (05.-07.09): das ist sie also, die neue Heimat

Montag, 08.09.2014

Am 05.09. stand die Besichtigung der Uni auf dem Programm. Wir taten uns mit einem Kommilitonen von mir - Arpad - zusammen (der uns zufällig am Abend zuvor auf der Straße erkannt hatte und dann checkten wir spontan in seinem Hotel ein - Zufälle gibts ;)) und fuhren zur Uni. Eine riesige Anlage erwartete uns. Wir trafen auf den dritten im Bunde der Uni Mannheim - Ulrich- und beschlossen die Zimmer nacheinander zu beziehen.

Ulrichs Zimmer lag am nächsten, es war eher klein und muffig. Trotz der wirklich wunderschönen Bepflanzung und des Sees in der Mitte des Campuses sind viele Behausungen nicht wirklich einladend. Dann kam Arpads Zimmer, welches schon ein bisschen freundlicher und heller war, aber wirklich nichts, wo ich es drei Monate drin aushalten würde. Mir wurde schon ganz anders, vor allem, da ich mehrfach gelesen habe, dass Mädels deutlich schlechter untergebracht wurden als die Männer. Eine gefühlte Ewigkeit liefen wir zu meiner Bleibe, einmal um den See herum zum "Lake View Hostel". Na toll, der schickste Name birgt die größte Schabracke oder wie!?

Joa dann standen wir davor, ein schönes neues Gebäude, jedes Zimmer hat einen Balkon mit. Blick auf den See. Der Fahrstuhl (!) brachte uns in den dritten Stock. Mein Zimmer ist unfairerweise wirklich geil im Vergleich zu den anderen beiden. Wir reden hier immer noch über indische Standards aber ich kann mich nicht beklagen. Eine Wand ist komplett aus Glas (also meine Schiebetür zum Balkon), also ist mein Zimmer immer schön hell. Ich kann wirklich nicht meckern. Bilder folgen!

Danach ließen wir uns in eine Shopping Mall fahren und ich hab mich das erste Mal in Indien ein bisschen wie daheim gefühlt. Richtig westlich alles, die Läden, das Essen, die Preise... Einfach herrlich! Wir shoppten den ganzen Supermarkt leer (der erste Supermarkt, den ich in Indien zu sehen bekommen habe) und gingen frohen Mutes nach Hause. Meine Kommilitonen fuhren zurück zur Uni und Chris und ich zurück ins Hotel in der Stadtmitte. Entfernung etwa 1 h mit dem Taxi.

Am nächsten Tag stand eig nur noch Souvenirs und Mitbringsel shoppen an. Wir liefen über den New Market, einen riesigen Basar in Kalkuttas Mitte und danach nochmal in die Mall. Herrlich! Danach ließen wir den Abend - unseren letzten Abend - gemütlich ausklingen. :(

Heute war eher ein unguter Tag. Wir standen früh auf, checkten aus, aßen etwas, aber eig waren wir die meiste Zeit einfach nur traurig. Abschiede sind blöd. Um zwei setzte Chris mich in ein Taxi zur Uni und sich in ein Taxi zum Flughafen (eine zwei Stunden Fahrt erwartete ihn in entgegengesetzte Richtung). Hier putzte (ja, ihr lest richtig! Selbst mir kann ein Raum zu dreckig sein :D) ich erst mal mein Zimmer, räumte alles ein, fühlte mich ziemlich einsam, weil alle unterwegs sind, hab kein WLAN, bin seit 7 h allein, morgen geht die Uni los, gestern haben sich alle betrunken und ich war nicht dabei und ich hab seit heut Mittag nix mehr gegessen. Noch Fragen? :D

Tag 40-42 (02.09-04.09): ein atemberaubendes Zeugnis einer tragischen Liebe

Freitag, 05.09.2014

Auch am 02.09. Schmiss uns der Wecker ohne Gnade um halb fünf aus dem Bett. Ziel war es, den Taj Mahal zu sehen, sobald sich seine Türen und Tore öffneten, da da noch vergleichsweise wenig los war. Wir frühstückten in der einzigen Bude, die um fünf scho auf machte (wurde dann unser Lieblingsrestaurant! Joney's Restaurant ist die absolut beste Adresse für Kulinarisches in ganz Agra!)

Um Punkt sechs betraten wir dann die Gärten... Aufgeteilt in eine weltliche Gartenanlage und eine himmlische, kündigt sich der Austritt des Besuchers vom Erdenleben und der Eintritt in die aus Stein manifestierte Schönheit des göttlichen Paradieses schon an. Durch riesige, wunderschön verzierte Torbögen,vorbei an Wasserstraßen und einem Brunnen, schreitet man auf das Mausoleum, also die Grabstätte der Mumtaz Mahal, zu. Ihr zu Ehren ließ Shah Jahan (sprich Scha Tschahan) dieses gewaltige Denkmal errichten, nachdem die Liebe seines Lebens bei der Geburt ihres 14. Kindes starb. Und man muss wirklich zugeben, das Taj Mahal ist an Imposanz und Schönheit kaum zu übertreffen, eine Genuss für die Augen! Nicht umsonst das Wahrzeichen Indiens. Wer kann, unbedingt mal anschauen! Ganze viereinhalb Stunden verbrachten wir in der Anlage des Taj und gingen dann um elf Mittagessen :D

Glücklich und völlig am Ende gingen wir dann erst mal einen Mittagsschlaf machen. Und schwupp war der Tag vorbei :D nein im Ernst, wir könnten uns nicht mehr aufraffen was gescheites mit dem Tag anzufangen, vor allem, da die Sehenswürdigkeiten bereits um sechs schließen und wir schon einige male irgendwo durch hetzen mussten und uns hinterher geärgert haben.

An Tag 41 fiel das Aufstehen schon gar nicht mehr so schwer, wir liefen zum Taj Mahal um meine Eintrittskarte zu verkaufen. Dieses sauteure Ticket hatten sie mir am Vortag nämlich nicht entwertet. Männer und Frauen müssen ja immer getrennt irgendwo reinlaufen und meine Schlange war leer, also ging ich zügigen Schrittes einfach durch die Kontrollanlage und schwupp übersah mich der Kontrolleur, der mit der Männerschlange genug zu tun hatte. MUHAHAHAHA Jedenfalls verkauften wir die 750 Rupies teure Karte für 600 Rupies, das entspricht dem Preis für eine Übernachtung zu zweit.

Nach dieser Glanzleistung meinerseits ließen wir uns zum Agra Fort fahren, der Festungsanlage Agras, die das bisher schönste Fort war, das wir besichtigt hatten. Anschließend suchten wir etwas hilflos einen (angeblich) direkt angrenzenden Basar, suchten uns hungrig ein Restaurant, gerade rechtzeitig um dem einsetzenden Monsun zu entkommen. Der Basar war also mehr oder weniger gelaufen und wir ließen uns zurück zum Hotel fahren. Noch ein letztes Mal im Joney's essen, schnell noch ein zwei Souvenirs kaufen und ab zum Bahnhof.

20,5 h Zugfahrt standen an. Am Bahnhof angekommen (wir waren eine Stunde zu früh dran) variierten die Verspätungsangaben zwischen 40 min und 6,75 h. Es blieb Gott sei Dank bei Ersterem! Joa und so liege ich hier, schreibe diesen Eintrag am Morgen des 42. Tages. Nur noch 6 h Zugfahrt liegen vor uns. Unsere Kekse sind alle. Fml.

Rückblickende Korrektur: der Zug hatte 4.5 h Verspätung, wir kamen um halb zehn in Kalkutta an, waren elf im Hotel, schnell noch essen und ab ins Bett. Harter Tag

Tag 36-39 (29.08-01.09): Pinke Enttäuschung und eindrucksvoller Abschluss

Montag, 01.09.2014

Immernoch Tag 36: Nach unserer ausgedehnten Siesta zu Erholungszwecken nach anstrengender Busfahrt überkam uns doch noch der Wunsch den Tag nicht völlig verplempert zu haben. Also erst mal Mittagessen :D und dann ein Spaziergang zum Stadtteil, der Jaipur seinen Namen gibt: die pinke Stadt. An der vielbefahrenen Hauptstraße (natürlich wie immer ohne Gehweg) stellten wir fest, dass Jaipur westlicher erscheint als Delhi, mit richtigen Geschäften und weniger Kühen. In der pink city angekommen waren wir erst mal enttäuscht, also die Gebäude waren alles von heruntergekommen bis abblätterndes Terracotta-Rot aber bestimmt nicht pink :(

Doch davon ließen wir uns nicht abschrecken und bahnten uns unseren Weg zum City Palace, den wir dann auch im Schnelldurchlauf besichtigten (jaaa wir waren zu spät dran gewesen). Der Palast haute uns genauso wenig aus den Socken wie das anschließende Mahl in DEM Geheimtipp unseres Reiseführers, der mit stolzen Preisen und weniger stolzem Essen zu triumphieren versuchte.

Am nächsten Tag starteten wir deutlich früher in den Tag. Auf dem Programm stand der Hawa Mahal, ein Heritage Walk durch die gesamte Pink City und Jantar Mantar, ein Observatorium, erbaut von irgendeinem Streber-Maharaja. Im Hawa Mahal angekommen besorgten wir uns Audioguides um mehr über den sogenannten Windpalast zu erfahren. Doch leider fing es eben in dem Moment, in dem wir bezahlt hatten und reingehen wollten, an zu regnen. Na gut, wir ließen uns nicht abhalten, trotzten Regen und starrenden fotographierenden Indern. Die angepriesene Schönheit des Tempels litt natürlich unter dem Regen und unserer Verwöhntheit durch das bereits gesehene. Zudem trübte die Stimmung, dass der Heritage Walk nicht stattfindet in der Off-Season und wir das Jantar Mantar (welches komplett unter freiem Himmel steht) nicht besichtigen konnten.

Also gingen wir stattdessen in die Albert Hall. Diese ist eine Art Sammlung indischer Kulturgeschichte, die eine britische Wichtigkeit zu Ehren von Indiens Maharajas und als Zeugnis seines Respekts gegenüber der indischen Kultur dort errichten ließ. War echt ein nettes Museum, schönes Gebäude, also ein passabler Ersatz für den eigentlichen Plan.

Nach dem Mittagessen bei Domino (Pizza!!) wollten wir eigentlich in das indische Kino Raj Mandir, uns eine Bollywood Schnulze reinziehen, aber die Kinomenschen da gönnen uns nicht mal englische Untertitel und ich mein, drei Stunden Hindi, da wirst ja Gaga :Dalso schnell nach Hause und weiter chillen.

Die Hoffnung, dass der nächste Tag schöneres Wetter bereit halten würde wurde uns erfüllt. Assi früh (halb Acht) starteten wir in den Tag um die 18 km entfernte Stadt Amber mit ihren eindrucksvollen Forts zu besichtigen. Auf dem Weg dorthin machten wir einen Zwischenstopp in einer schönen Grabstätte für die Maharaja Familie Jaipurs. Und dann gelangten wir nach Amber. Mitten in ein Tal, das von riesigen, sattgrün bewachsenen Bergen eingeschlossen ist, wurde seinerzeit diese Stadt gebaut. Der Ausblick war unbeschreiblich schön! Wir besichtigten zwei riiieeesige Forts, das Amber Fort und das Jaigarth Fort und benötigten für die weitläufigen Bauten, unterirdischen Tunnels, Kanonengießerei, Gärten, Gemächer, steile unendlich lange Wege bei brezelnder Hitze ganze 5 h. Es war sehr anstrengend und doch der absolut schönste Tag und Ort in Jaipur. Stellt alles andere in den Schatten.

Auf dem Rückweg machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp beim Wasserpalast, knipsten einige Bilder und ließen uns dann zu einem Italiener fahren. Denn ich hatte von dem im Loose gelesen, also muss er ja gut sein. Ha ha die Preise waren es auch. Also wieder mal ab ins Hotel, den restlichen Tag ausklingen lassen (es war etwa 15 Uhr, also durchaus Zeit nach Hause zu gehen :D).

Schließlich mussten wir heute (01.09) früh raus. Um 03:30 Uhr klingelte der Wecker, denn um 06:00 Uhr fuhr unser Zug, in dem wir momentan liegen und uns Richtung Agra fahren lassen.

Hm, bevor ich diesen Eintrag jetzt online stelle, kann ich eig auch den Rest des Tages noch hinzufügen, denn er war mehr oder minder ereignisarm. Wir kamen also in Agra an, versuchten uns Zugtickets nach Kolkata zu besorgen, der is aber ausgebucht. Mist. Also erst mal ins Hotel. Fanden ein nettes, zentral gelegenes Hotel direkt beim Taj Mahal und zogen dann los zum Mittagessen. Leider fing es da an zu regnen, sodass wir wieder aufs Hotelzimmer mussten. Dort aßen wir Kekse und Lagen rum. Später gingen wir einen kleinen Spaziergang machen, ein bisschen teurere Zugtickets besorgen und die Umgebung erkunden, SchokoShakes trinken, mehr Kekse kaufen und daheim noch ne Doku über den Taj Mahal anschauen. Das war unser Tag :D

Tag 34-36 (26-28.08): Kamel-Liebe und indische Busfahrten

Freitag, 29.08.2014

Unser letzter Tag in der Stadt Jaisalmer war sowohl wunderschön als auch echt informativ. Wir machten das typische Touri-Programm: morgen besichtigten wir eine Tempelanlage, die sogenannten Jain Tempel, deren Audioguide Führung Hyroglyphen Deutsch mit uns sprach :D trotzdem waren sie wirklich hübsch, alle gebaut aus Sandstein (deshalb Jaisalmer = die goldene Stadt) und reichlich detailliert verziert. Ich frage mich echt wie die so feine Figuren aus und in den Sand geformt, geritzt ... Bekommen.

Danach besuchten wir das Jaisalmer Fort, eine riesige Festung, die innerhalb der letzten Jahrhunderte stets hart umkämpft wurde. Die Tour war liebevoll gestaltet, sodass man richtig in das Leben der damaligen Herrscher und deren Gemahlinnen eintauchen konnte. Um sechs schmissen sie uns dann als letzte Besucher raus :D

Unser Abendessen nahmen wir auf dem Fort zu uns. Ihr müsst euch das so vorstellen, dass die Stadt auf um und mitten im Fort steht, also gibt es Teile, die man besichtigen kann und andere Teile des Forts werden heute bewohnt. Und in einem kleinen, schnuckeligen Restaurant speisten wir tibetanisch auf deren Roof Top Restaurant, beobachteten vorbeifliegende Fledermäuse und das Treiben unten im Haupthof des Forts.

An Tag 35 war es dann endlich so weit! Das Kamel-Trekking stand an. Mit einem Jeep fuhren wir weit hinaus in die Wüste, besuchten eine kleine Oase mitten im. Nichts, dann kamen wir an zwei Dörfern vorbei, in denen die Bewohner sich auf uns stürzten, an uns zerrten, Bilder machen wollten und am Ende "Rupies Rupies Rupies" riefen... Also schnell ein paar eben dieser da lassen und ungesehen verschwinden :D Und dann ging's los! Jeder saß allein auf einem Kamel und würde so gemütlich durch die Wüste gewippt. Kamele sind glaube ich die entspanntesten Tiere der Welt. Mit einer Seelenruhe liegen die in der Sonne rum, würgen ihr essen wieder hoch und kauen gemütlich darauf rum. Zwischendrin immer mal wieder ein "rollender Kamelfurz", wie sie im Loose, unserem Reiseführer, ganz treffend beschrieben werden. Doch es war eine wunderbare Erfahrung, da ist nur das Kamel unter dir, der angenehm kühlende Wind, der dich umweht und deine Gedanken, die in die Ferne streifen... Ach ja, ab und zu stupste mich ein Kamel an und rieb seinen Kopf an meinem Körper (das war um die vielen Mücken in seinem Gesicht und am hals abzuschütteln, aber für alle anderen war es ein Heidenspaß seine "Liebeleien" mit anzusehen)

Gegen Mittag machten wir drei Stunden Siesta um der schlimmsten Hitze zu entfliehen. Unsere Guides bereiteten mit geringsten Mitteln ein festliches Mahl (nur schlappe zwei Stunden Zubereitungszeit) und wir unterhielten uns mit der holländischen Familie, die mit uns die Tour machte. Nach einem weiteren Kamelritt kamen wir an die Sanddünen, das ist die Wüste, so wie ihr sie euch vorstellt, also wirklich nur Sand weit und breit. Wirklich imposant, wie riesig so eine Sanddüne werden kann! Dort tollten wir herum bis die Sonne unterging und wir uns zum Abendessen zusammensetzten. Danach mussten wir leider schon zu Bett gehen, da durch das Feuer natürlich so allerlei Getier angelockt würde, mit dem wir lieber nicht Bekanntschaft machen wollten. Also verzogen wir uns in unsere Betten uns schauten in den traumhaften Sternenhimmel, bis uns die Augen vor Erschöpfung zufielen.

Am nächsten Tag schmissen sie uns mit den ersten Sonnenstrahlen aus den Betten, damit wir uns stärkten für den letzten Ritt zurück zum Treffpunkt mit dem Jeep. Resümierend war die Tour wirklich eine wunderbare Erfahrung, die ich jedem ans Herz legen möchte, der einmal die Chance dazu erhält!!

Ja und zurück in Jaisalmer ging der Stress erst richtig los. Zug Ticket buchen. Joa klingt einfach, mach mer ma. Nachdem wir anderthalb Stunden am Bahnhof am Schalter warten mussten, teilte uns die Dame mit wir sollen die Tickets kaufen, sie setze uns auf die Warteliste und wir müssen hoffen noch Plätze zu bekommen. Ihr könnt es euch schon denken, wir bekamen keinen mehr, also von Jaisalmer aus wieder hin, stornieren, schnell zurück in die Stadt eilen, Alternative suchen. Ok, wir nehmen den Bus, fährt in 30 min ab. Also schnell Ticket kaufen, hineilen, Kekse für die Fahrt kaufen und rein mit uns. Komisch war, dass die Tickets nur einen Bruchteil der Bahntickets kosteten... Dabei sehen die Sitze echt komfortabel aus... Und hör doch mal, im Bus läuft Hindi-Mukke und er kann coole Hup-Melodien, sind zwar n bissle laut, aber ich glaube damit kündigt er an, dass er los fährt...

Nach etwa 30 min war uns klar, dass der Bus damit ankündigt, dass er überhaupt fährt, und das etwa alle 2 min um über die Straße rennenden Schafen, Kühen, Menschen zu signalisieren, dass er seine rasante (und echt wahnsinnig gefährliche!) Fahrweise nicht verlangsamen wird wegen Individuen in seinem Weg. Die 12 h Fahrt waren echt ein Erlebnis, das muss man sagen. Aber natürlich nicht so komfortabel und erholsam. Jetzt legen wir uns erst mal ne Runde hin!

Tag 31, 32 und 33 (23-25.08): Tschüss Großstadt-Wahnsinn, hallo romantische Wüstenstadt

Dienstag, 26.08.2014

Tag 31 führte uns noch einmal durch halb Delhi. Wir starteten mit dem Lotustempel, der beim ersten Blick auf die Karte leicht zu finden schien, uns jedoch auf einem 45 minütigen Fußmarsch von der MetroStation zu sich von etwas anderem überzeugte :D (Chris wirft grad ein, dass es ein schöner Umweg war, durch Gärten mit Pavillions, ich fands eher heiß und weit :D) Ja also jedenfalls der Tempel war schön, hat die Form einer aufgehenden Lotusblume und ist der Ort für die Messe einer Sekte mit recht modernen Ansichten, zumindest präsentiert sie sich dort als solche. Er besteht komplett aus Marmor und steht auf einem Sockel, der es über neun Wasserbecken hob (die Lotusblüte, die auf dem Wasser schwimmt... U know :D)

Danach stand der Dilli Haat an, ein kleiner schnuckliger Basar, auf dem wir das ein oder andere Schnäppchen ergatterten, Fruchtbier tranken und herrlich leckere MoMos aßen. Ein angemessener Abschluss für einen erlebnisreichen Tag.

Für unseren letzten Tag in Delhi hob die Stadt ein ganz besonderes Juwel architektonischer Kunst für uns auf. Auf dem Plan stand nur der Akshardham Tempel. Dieser befindet sich inmitten einer riesigen, wunderschönen Gartenanlage, die mit Liebe zum Detail gepflanzt und instand gehalten wurde. Auf dem Weg zum Tempel passiert man einige große Torbögen, die reich verziert sind (mit Pfauen, Elefanten, vielen Gottabbildungen....). Und dann steht man vor ihm. Ein unglaubliches Fest für die Augen. Das Akshardham Tempelmonument ist unser absoluter Favorit unter den Sehenswürdigkeiten Delhis. Mit traumhafter Detailgenauigkeit der Marmorwände, -decken, -Säulen und pompösen Gold-Verzierungen, die die Statuen und die massiven Holztüren schmücken hat uns dieses Bauwerk in seinen Bann gezogen.

Gern hätten wir noch mehr Zeit in der Anlage verbracht, doch wir mussten uns beeilen den Zug noch rechtzeitig zu erwischen.Also nichts wie ab zurück ins Hotel, Gepäck übergeworfen und in die Metro. Das war vielleicht ne anstrengende Fahrt! Wie zwei Paranoide klammerten wir uns an unsere Rucksäcke und hielten jeden für einen potenziellen Dieb ;) An der Old Delhi Railway Station war die Hölle los. Wir quetschen uns durch die Sicherheitsschleuse und rannten zur richtigen Plattform, stets angestarrt vom schaulustigen Indern, die scheinbar noch nie Europäer zu Gesicht bekommen hatten. Der Zug stand bereits da, wir bekamen sogar ein mehr oder weniger leckeres Mahl serviert, zu einem nur leicht überteuerten Preis :)

Und dann ging's los... Schreckensszenarien hatten wir uns ausgemalt, wie schlimm die Zugfahrt werden würde, doch im Endeffekt war es echt ok. Wir haben beide gut geschlafen, es war zwar kalt wie sau, aber mit zwei Decken übereinander und Pulli an ging das. Und das ständige wirklich heftige Schaukeln blendete man auch irgendwann aus.

17 h später erreichten wir Jaisalmer. Nachdem wir dem üblichen Wahnsinn am Bahnhof und den tausenden Schleppern entkommen waren, tauchten wir ein in das besinnliche ruhige Städtchen am Rande der Wüste Thar. Hübsch und reichlich verziert sind die meisten der Sandstein-Gebäude. Eine erste Erkundungstour durch die Stadt war zwar heftig, da es hier nochmal ein gutes Stück heißer ist als in Delhi, jedoch trotzdem lohnenswert, da sie uns zu zwei Havelis (schön verzierte Festungen) und auf DAS Wahrzeichen der Stadt, das Jaisalmer Fort führte. Dort speisten wir üppig und gut und legen nun unsere müden Häupter zur Ruhe ;)

Tag 28-30 (20.-22.08): Crazy Delhi

Freitag, 22.08.2014

Namaste an alle!

Nachdem ich nun endlich bei Lisa in Indien sein kann und die ersten aufregenden Tage hinter uns liegen werde ich heute mal den neuen Blog-Eintrag übernehmen. Mein Flieger aus München setzte am Dienstag Abend um 23:00 in delhi auf und nachdem ich endlich durch alle Kontrollen durch war und mein Gepäck Beisammen hatte konnte ich endlich den Flughafen verlassen und würde von meiner bis über beide Ohren strahlenden Freundin empfangen. Nach einer bereits etwas interessanten Taxi-Fahrt durch das nächtliche delhi (laut Taxi Fahrer: this is night delhi! Tomorrow it is Crazy delhi!) kamen wir im Hotel an, das direkt am Main bazaar liegt (hätte nicht geglaubt, dass das wirklich der Main Bazaar ist, nach dem was ich davon gesehen habe... Gesehen hab ich nämlich nur eine kleine, sehr verdreckte Straße mit vielen streunenden Hunden und am Straßenrand schlafenden Menschen)

Allerdings bot sich am nächsten Tag ein ganz anderes Bild, als wir eine Runde über besagten Bazaar drehten. Es ist unglaublich laut, man muss ständig aufpassen nicht von Tuk-tuks, rikschas oder anderen Vehikeln überfahren zu werden. Außerdem wird man eigentlich ständig angeredet von netten Indern, die einem 'nichts verkaufen' wollen sondern nur zu einem 'governmental Tourist Center' führen wollen, von denen es hier tausende gibt. Naja jedenfalls ließen wir uns davon nicht beirren (auch nicht von unzähligen starrenden blicken) und erforschten den bazaar. Abends besuchten wir eine bar direkt in der nähe und kehrten dann bald den Heimweg an. Soweit die erste Erfahrung in Indien: wahnsinnig viele Reize von allen Seiten!

Am Donnerstag traten wir den ersten Touri Tag an. Wir fuhren mit der Metro (für umgerechnet 25 cent) sum raj path, einer prunkstraße die vom indischen Parlamentsgebäude bis zum india Gate verläuft, was auch unser erstes Ziel war. Auf dem Weg dorthin, den wir entlang der Straße über einen sehr breiten Grünstreifen gewählt hatten, wurden wir zwar von drei Leuten davor gewarnt, dass das india Gate gesperrt sei, da (man höre und staune) Pakistan UND China die grenze zu Indien überquert haben und deswegen am Gate protestiert werde. Wir sollten dann stattdessen zu einem Tourist Information Center fahren mit einer Rikscha, die ZUFÄLLIG gerade in der nähe Stand. Die Proteste entpuppten sich als Touristen (Überraschung!), denen wir uns anschlossen und das imposante Gebäude besichtigten. Dabei wurden wir selbst jedoch zur größeren Attraktion und im Nu fand ich mich inmitten von 10 Indern wieder die ein Foto mit mir ergattern wollten. Als dann Lisa Ziel ihres Foto Wahns wurde kratzen wir dann aber doch schnell die Kurve und liefen weiter zum national Museum. Dort verbrachten wir 3h und erfuhren allerlei über die Geschichte von Indien über Kunstobjekte diverser Gottheiten bis hin zu Instrumenten und den Waffen der maharajas. Zu guter letzt schnappten wir uns ein Tuk Tuk und fuhren zum humayun-Mausoleum, einer kleinen Version des taj mahal. Unglaublich war es dort! Eine weitläufige super-schöne Anlage, die den vollen Kontrast gab zu der hektischen Stadt drumherum (auch wenn wir dort von diversen Mitbesuchern nach Fotos gefragt wurden, wobei Lisa v.a. bei den jungen Mädchen sehr beliebt schien). Anschließend brachen wir zurück zum Hotel auf und lernten beim Abendessen ein indisch-deutsches Pärchen kennen, die uns noch viel wissenswertes über Delhi und Indien erzählten.

Freitag starteten wir zur delhi railway Station. Nachdem wir erneut einigen überraschend hilfsbereiten Indern ausgewichen sind (you can buy Ticket in Tourist Information Center), kauften wir im tatsächlichen Tourist Bureau im Bahnhof unser Zug ticket nach jaisalmer (dort geht es am Sonntag hin, die Fahrt dauert auch nur 18h). Anschließend fuhren bzw. Wanderten wir zur jama Masjid, der größten Moschee Indiens. Barfuß und in bedeckender Kleidung liefen wir über den sengend heißen Innenhof (40 grad + Steinboden = SEHR schnelle Fortbewegung) , in dem 25.000 Menschen Platz haben. Wir nutzten auch die Möglichkeit auf eines der Minarette zu klettern und wurden mit einem Blick über delhi belohnt (zum Glück im schatten). Von dort aus hatten wir auch wunderbaren Blick auf unser nächstes Ziel: das red fort. Nach kurzer Stärkung auf dem hinweg hatten wir leider nur ca 45min um uns die Anlage anzusehen, weil wir dann rausgeschmissen wurden und der Laden dicht gemacht wurde. Auf dem Weg nach draußen erfreuten ihr noch einige Kinder- und Familienherzen durch Fotos und machten uns dann auch auf den Heimweg.

Puh, das waren ein paar anstrengende Tage, aber wir haben wirklich viel gesehen und erlebt und auch viele gute Seiten an delhi gefunden! Mal sehen was die nächsten Tage bringen :-) aber davon wird euch dann wieder lisa selbst berichten (vorerst zumindest ;-) )

Tag 26 und 27: (18.+19.08): Indien, die zweite...

Dienstag, 19.08.2014

Wir sind also tatsächlich wieder hier. Wir stiegen aus dem Flieger, folgten langen Rolltreppen (die lustigerweise immer sagen: pleeeaaassseee don't get hungry :D jedenfalls hört es sich exakt so an und das in einer Endlosschleife, wir haben uns ziemlich amüsiert;)) und dann waren wir auch schon wieder im Großstadt-Getümmel. Im selben Hotel (Aman Hotel) haben wir eingecheckt und später ein nettes kleines Café entdeckt, das wir dann zu unserem Stammlokal auserkoren haben. Das ist auch dem geschuldet, dass es hier so gut wie gar keine anderen Restaurants gibt :) Wir schlenderten noch ein bisschen durch die Straßen rund um den Main Bazaar, aber schnell hatten wir genug von der Hitze und der Hektik und verkrochen uns auf unser Zimmer, in dem wir für den Rest des Tages blieben. Einen richtig schönen Abend verbrachten wir in Zweisamkeit mit kuscheln, süßis und Candy crush. Doch der nahende Abschied hing über uns wie eine Gewitterwolke...

Am nächsten Tag war es dann so weit: wir packten unsere Sachen zusammen, gingen frühstücken und dann fuhr uns ein (vermeintlich) netter Taxifahrer zum Airport. Der Abschied war grausam und furchtbar und alle negativen Adjektive dieser Welt.

Auf der Rückfahrt unterhielt ich mich zur Ablenkung mit dem Taxifahrer. Er war wirklich nett und meinte Mama und Ich seien gute Menschen. Plötzlich meinte er er wolle mir einen Tempel zeigen. Ich war so verheult und durch mit der Welt und freute mich über diese Nettigkeit, dass ich irgendwie weder ja noch nein sagte und da waren wir auch schon da. Es war ein schöner Tempel, er erklärte mir einige Figuren und Symbole, ich musste nichts bezahlen und dann fuhr er mich zurück zum Hotel. Er meinte, er wolle sich nachher mit mir 3 h früher treffen um mir noch ein paar Dinge zu zeigen und mit mir zu Abend zu essen bevor er mich zum Flughafen fährt, doch jetzt, wo ich hier so sitze, wieder zu Verstand komme, mit Marcus geschrieben habe, weiß ich, dass ich dieses Angebot natürlich nicht annehmen werde, Pfefferspray hin oder her. Zu netten Leuten darf man nicht trauen. Gerade hier nicht.

Ich bin erleichtert, dass ich dort nachher nicht hingehen muss, ist schließlich genug Aufregung heute, negative wie positive. Denn Chris kommt heute Abend an. Ganze 11.5 Stunden verbringe ich heute allein und ihr könnt euch vorstellen, dass mein Hotelzimmer mich nicht lang entbehren muss in dieser Zeit. Es ist jetzt zehn vor vier, also habe ich bereits vier Stunden allein bzw noch auf der Reise mit dem Taxifahrer verbracht. Weitere 7 folgen. Doch ich werde für diesen furchtbaren, quälenden und endlos langen Tag heute Abend entschädigt werden. Ich freue mich unglaublich auf Chris. Die nächsten drei Wochen machen wir es uns schön. Und an der Uni wird es schön. Und mit der Mama war es unglaublich schön. Ich danke dir dafür, Mama! Leute, der nächste Blog-Eintrag wird erfreulicher, versprochen! ;)

Tag 22-25: (14-17.08): wenn Engel reisen.... Wird viel geshoppt :D

Sonntag, 17.08.2014

Puuuh, jetzt hab ich es voll verplempert mit der Zeit und schwuppdiwupp sind vier Tage vergangen... Die waren aber eig ziemlich ereignislos, bzw erinnern wir uns nicht mehr an viel Aufregendes:D

Tag 22 und 23 sahen ziemlich genauso aus wie die Tage davor auch schon. Aufstehen, Frühstück, Strand, Mittagessen, Strand, duschen, nightmarket, schlafen... Mehr war das nicht ^^ der Nightmarket war wirklich ein kulinarisches Highlight!! Da gab es tausend Stände mit allen erdenklichen Speisen, von Steak mit Pommes über Pad Thai zu Sushi, Donuts, Fruchtshakes, Cocktails, Spare Ribs und und und. Das alles für wenig Geld, da haben wir ordentlich geschlemmt *__*

Joa und an Tag 24 hieß es dann früh - sehr früh - aufstehen, um sieben klingelte der Wecker -.- und das im Urlaub! Dann tuckerten wir mit dem Bus zurück nach Bangkok (für unglaubliche 3€!!) und um halb eins checkten wir im Hotel nahe der Khao San ein. Mittagessen und ab in den nächsten Bus Richtung shooooooooopping :D das MBK hat uns nicht lange vermisst :D uuuund wir waren so erfolgreich, es war herrlich. Zwei Paar Schuhe sind für mich rausgesprungen... War auch dringend nötig, hab schon lang keine Schuhe mehr gekauft gehabt.... :D

Abends gingen wir auf die Khao San, in eine Bar, die es da schon gab, bevor ich das erste Mal in Thailand war und das ist nun auch schon ein Weilchen her ^^ jedenfalls steht statt einem Namen auf ihrem Schild: Very strong cocktails, we do not check ID. Und da gönnten wir uns zwei Long Islands. Das heißt, das wollten wir, aber wir mussten irgendwann kapitulieren... Ich mein ich geb ja eig ungern bezahlten Alkohol zurück :D aber die waren so strong die Cocktails, das ging unter keine Kuhhaut!

Doch Mama war unerbittlich, am nächsten Morgen um neun wurde ich geweckt, denn der Besuch der Grand Palace stand an... Na gut ich konnte mich nicht komplett vor ein bisschen Kultur drücken... Grandiose 500 Baht kostet der Eintritt pro Person, das ist hier unglaublich viel Geld. Doch man wird entlohnt! Prunkvolle Gebäude noch und nöcher, so viel Glitzer und Gold, die man zu Tempeln geformt hat... Ich kam aus dem Staunen nicht mehr raus. Jedes Mal aufs Neue reißen diese Gebäude mich mit *___* Leider fing es irgendwann an zu donnern wie Sau... Das war so laut und furchterregend... Habt ihr das je erlebt? Dass es donnert ohne dass es regnet? Richtig nerkwürdig. Und dazu diese Bollenhitze, da schwitzt du dir einen ab und nebenan schlägt der Blitz ein... Sowas passiert auch nur hier ^^ Daaaann sind wir wieder heim, haben gegessen, Mama hat Mittagsschlaf gemacht, dann sind wir über die Khao San geschlendert, haben zu Abend gegessen und lassen unseren letzten Abend in Thailand gerade richtig gemütlich ausklingen :) morgen früh um halb fünf heißt es leider schon wieder aufstehen, denn der Flug nach Indien steht an.

Tag 20+21 (12+13.08): zwischen Strandrelaxen und Partymeile

Donnerstag, 14.08.2014

An Tag 20 verlief eig erst mal alles ruhig. Ich meine, ihr kennt das, wenn man Strand-Urlaub macht, dann wundert man sich immer wie die Zeit vergeht und man eig nichts gemacht hat. Karten schreiben - ha ha! Wollen wir seit einer Woche... Aber is ja viiiieeellll zu anstrengend :D Wir lagen also am Strand, badeten im Meer und dösten im Sand:)

Doch abends, da wollten wir es wissen. Wir fuhren zur Walking Street, das ist Thailands Reeperbahn, hier steht ein Stripclub neben dem anderen. Das war wirklich mal interessant zu sehen... Die vielen Lichter, die laute Musik, die ganzen Frauen, die vor den Clubs standen um Kunden anzuwerben, die meisten alle im selben Kostüm (Schulmädchen, Stewardess...) Es gab einen Laden, in dem Männer Thaiboxen machten, aber das war uns zu heftig, 3D Geisterbahnen, 3D Kinos, Geschäfte, in denen man sich mit entsprechenden Klamotten und Dessous eindecken konnte, Juweliere (für die spendierfreudigen Betrunkenen) und und und. Wir waren eig nur am schauen. Nieder ließen wir uns in einem Pub, in dem eine Band mit Liedern einheizte, die man eben so kennt. War ein richtig cooler und interessanter Abend. Das is ne völlig andere Welt, kann man sich so net vorstellen.

Ach ja, wir saßen in ner Bar vorne der Straße zugewandt, kommt ein Chinese her und will ein Bild mit mir machen... (Welches seine Frau (was zur Hölle machst du mit deiner Frau in Pattaya Urlaub?!?!?!) schoß). Jedenfalls fragte ich mich da schon was der wollte... Aber vermutlich nur n Bild mit ner blonden Frau, denn das kennen die ja net so da in China... Also die Story war ja noch ok, aber dann kam der Hammer. Laufen da so drei Typen an uns vorbei, drehen sich um, tuscheln, und der eine meint so: Hey, what cost one night. Ich wollt grad explodieren und ihm Sachen um die Ohren knallen, da kommt mir Mama zuvor: AWAY AWAY AWAY rief sie und verscheuchte die Blödis. Drei mal dürft ihr raten, welche Nationalität sie hatten :D richtig, Inder!!

An Tag 21 wollten wir mal was neues sehen. Wir fuhren zum angrenzenden Strand, der uns aber maßlos enttäuschte. Kein einheimisches Essen, nur McD und Co, ein dreckiger steiniger Strand und lauter betrunkene Rentner... Nichts wie zurück zu unsrem Strand! Dort verbrachten wir den Tag und machten uns nur noch auf um uns einen gebratenen Fisch aufzutreiben. Wir gingen also auf so eine Art Markt für Essen und bestellten uns einen Fisch. Name unbekannt und auch nach mehrmaligem Fragen unverständlich geblieben. Serviert wurde er mit salatartigem Zeug, aber eher das am Salat, das man weglegt, weil bitter, und kalten Glasnudeln... Nachdem auch der Fisch nicht wirklich der Renner war, zahlten wir und hockten uns in das Restaurant daneben. Insgesamt aßen wir vier Gerichte zu Abend :D man gönnt sich ja sonst nichts. Wohlgenährt und hundemüde vom Strand bewachen liegen wir jetzt in unseren Betten... Ihr könnt es euch schon denken: Mama schläft seelenruhig neben mir :)

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